Ab 01.01.2018: Erhöhung der Forschungsprämie auf 14 %

Förderprämie

Unternehmen in Österreich, die Forschung und Entwicklung betreiben, werden vom Staat finanziell unterstützt. Die Höhe der Forschungsprämie beträgt derzeit noch 12 % der prämienbegünstigten Forschungsaufwendungen. Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2017 beginnen, kommt es zu einer Erhöhung auf 14 %.

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Unternehmen unabhängig von Branche und Größe, die Ausgaben für eigenbetriebliche Forschung und experimentelle Entwicklung sowie Auftragsforschung tätigen.

Was wird gefördert?

Unternehmen bezeichnen sich oft nicht als klassisches Forschungsunternehmen. Sie meinen deshalb, keinen Anspruch auf Forschungsprämie zu haben. Viele lassen hier bares Geld liegen!

Fakt ist jedoch, dass einige, vor allem Produktions- und Technologieunternehmen, Neuentwicklungen, Prototypen und Pilotanlagen schaffen sowie Verfahren und Produkte weiterentwickeln und verbessern. Genau dafür steht ihnen die Forschungsprämie zu.

Prämienbegünstigt sind etwa folgende Aufwendungen:

  • Löhne und Gehälter für in Forschung und experimenteller Entwicklung Beschäftigte ebenso Honorare aus entsprechenden Werkverträgen
  • unmittelbare Aufwendungen (Ausgaben) und unmittelbare Investitionen (einschließlich der Anschaffung von Grundstücken), soweit sie nachhaltig (d. h. mindestens die halbe Nutzungsdauer, Grundstücke und Gebäude mindestens 10 Jahre) der Forschung und experimenteller Entwicklung dienen
  • Finanzierungsaufwendungen (-ausgaben), soweit sie der Forschung und experimentellen Entwicklung zuzuordnen sind

Gemeinkosten, soweit sie der Forschung und experimentellen Entwicklung zuzuordnen sind (z. B.: Kosten des Lohnbüros, soweit sie auf Forschungspersonal entfallen, anteilige Verwaltungskosten, nicht jedoch Vertriebskosten)

Wie wird gefördert?

Zur Geltendmachung der Forschungsprämie kann jedes Unternehmen nach Ablauf eines Wirtschaftsjahres einen Antrag (Formular E108c) an das zuständige Finanzamt stellen. Der Antrag wird in der Regel gemeinsam mit der Steuererklärung für ein abgelaufenes Wirtschaftsjahr eingereicht. Zusätzlich muss für eigenbetriebliche Forschung über FinanzOnline ein Gutachten der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft beantragt werden. Der Antrag besteht aus der Beschreibung von Projekten oder Schwerpunktthemen. Bei eigenbetrieblicher Forschung gibt es keine Obergrenze für die Bemessungsgrundlage der Förderung.

Die Forschungsprämie kann auch für Auftragsforschung beantragt werden (z. B.: Forschungs- und Entwicklungsauftrag an ein Unternehmen oder eine Universität im In- oder Ausland). Begünstigte Aufwendungen für die Auftragsforschung sind die vom Auftragnehmer in Rechnung gestellten Aufwendungen ohne Umsatzsteuer. Im Gegensatz zur eigenbetrieblichen Forschung ist bei Auftragsforschung kein Gutachten der Forschungsförderungsgesellschaft notwendig, allerdings ist die Höhe der Aufwendungen mit 1 Mio. Euro pro Wirtschaftsjahr begrenzt.

Das Finanzamt stellt fest, ob die eingereichten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (die Bemessungsgrundlage) den rechtlichen Vorgaben entsprechend berechnet sind. Die Forschungsförderungsgesellschaft beurteilt, ob die inhaltlichen Voraussetzungen zur Inanspruchnahme einer Forschungsprämie gegeben sind. Bei Anerkennung durch das Finanzamt wird die Forschungsprämie als Gutschrift auf dem Abgabenkonto gutgeschrieben. Die Prämie ist nicht steuerpflichtig.

 

Die Forschungsprämie ist eines der attraktivsten Fördermittel für F&E in Österreich. Mit vergleichsweise geringem bürokratischem Aufwand kann es lukriert werden.

Unser Tipp: Nutzen Sie die kostenfreie Beratung der WISTO. Die WISTO unterstützt Sie bei der Beratung und Beantragung des erforderlichen FFG-Gutachtens für die Forschungsprämie: www.wisto.at/de/

Weitere Informationen zur Forschungsprämie finden Sie auch unter